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Programmierangebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Stuttgart

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Bild KI-generiert von Gemini

Geflüchtete Kinder und Jugendliche stehen in Deutschland oft vor besonderen Herausforderungen, wenn es um Bildung und Integration geht. Sprachliche Barrieren, fehlender Zugang zu digitalen Lernmitteln und traumatische Erfahrungen erschweren häufig die Teilhabe am schulischen Alltag. Deshalb unterscheiden sich ihre Bildungsangebote bewusst von jenen für Kinder ohne Fluchthintergrund: Sie sollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Sicherheit, psychosoziale Stabilität, Sprachförderung und kulturelle Teilhabe. Der pädagogische Ansatz betont daher nicht nur das Lernen von Inhalten, sondern die Schaffung eines vertrauensvollen, motivierenden Umfelds, in dem Lernen als gemeinschaftliches Erlebnis erfahren wird.

Spiele-basierte Lernumgebungen wie Minecraft, Minetest, Roblox Education, Kerbal Space Program oder CodeCombat bieten hier eine einzigartige Chance. Die Computerspiele schaffen eine vertraute und interaktive Atmosphäre, in der Kinder unabhängig von Sprache oder Herkunft miteinander lernen können. Durch gemeinsames Bauen, Forschen und Programmieren entwickeln sie kollaborative, sprachliche, mathematische, räumliche sowie digitale bzw. IT-bezogene Fähigkeiten und stärken dabei ihr räumliches Denken. Ziel ist eine motivierende, partizipative Lernkultur, in der jedes Kind seine Stärken entfalten und Selbstvertrauen aufbauen kann.

Integrationsprojekte mit digitalen Medien in Stuttgart

In Stuttgart existiert eine breite Palette an Bildungs- und Integrationsinitiativen, die sich der digitalen Teilhabe widmen. Sie verbinden Medienbildung, kreative Technologien und soziales Lernen miteinander. Ziel all dieser Programme ist es, Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen den Zugang zu modernen Lernformen zu ermöglichen und gleichzeitig Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und Chancengleichheit zu fördern.

Mobile Medienschule Stuttgart Ost (MoMO) – Offene Gaming- und Coding-Werkstätten

Die MoMO (getragen u.a. von der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH und Merz Akademie) bietet in mehreren Jugendhäusern offene Medienwerkstätten an. Jeden Freitag findet in der ComputerSpielSchule Stuttgart ein betreutes Programm statt, das gemeinsames Computerspielen, Game-Design-Workshops und Coding umfasst. Ein Highlight ist ein wöchentliches Online-Angebot mit „Minetest“, einer Open-Source-Variante von Minecraft. Hier bauen und erleben Jugendliche gemeinsam virtuelle Welten unter Anleitung von Medienpädagog*innen. Dieses Angebot wurde während der Pandemie etabliert und wird nun verstetigt (1).

AWO-Projekt “Kids Cube” – Empowerment und Medienkompetenz in Unterkünften

Die AWO Stuttgart hat 2023 das Projekt Kids Cube für Kinder aus Gemeinschaftsunterkünften (8–12 Jahre) gestartet. Zentral ist ein von den Kindern mitgestaltetes modulartiges Möbel („Kids Cube“) als Lern- und Spielort. Anders als bei Coding-Angeboten liegt der Fokus hier nicht auf IT- oder Programmierfähigkeiten, sondern auf allgemeiner Medienkompetenz: Kinder lernen den bewussten, kreativen und sicheren Umgang mit digitalen Medien, etwa beim Fotografieren, Filmen oder Recherchieren im Internet. Begleitet wird dies durch ein einjähriges Empowerment-Programm mit Workshops zu Medienkompetenz, sozialer Teilhabe und Gesundheit. Standorte: wechselnd in Unterkünften der Stadt (2).

AWO “Lernraum” – Digitale Lernorte in Übergangswohnheimen

Ergänzend hat die AWO Stuttgart in mehreren Unterkünften einen Lernraum eingerichtet, um die Bildungsteilhabe geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu fördern. Dort können sie nach der Schule Hausaufgaben erledigen oder digitale Lernangebote an bereitgestellten Laptops nutzen. Ehrenamtliche Lernhelfer begleiten sie individuell (3).

Refugees4Refugees – Computerkurse von Geflüchteten für Geflüchtete

Das Netzwerk Refugees4Refugees (unterstützt von der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart) ist eine Selbstorganisation Geflüchteter, die neben Beratung auch Workshops anbietet – z.B. niederschwellige Computerkurse für andere Geflüchtete. Hier werden Grundlagen im Umgang mit PC, Internet und Office vermittelt (4).

Hacker School @ Stuttgart – Programmieren für alle Jugendlichen

Die Hacker School (eine bundesweite Initiative) führt mit Unterstützung der Ferry-Porsche-Stiftung seit 2021 kostenlose Coding-Workshops an Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen Stuttgarts durch. IT-Studierende zeigen Schüler*innen einen Vormittag lang spielerisch das Programmieren, oft mit kreativen Themen wie Spieleentwicklung. Das Programm richtet sich ausdrücklich an alle Jugendlichen (ab ca. 11 Jahren) – darunter viele mit Migrations- oder Fluchthintergrund (5)(6).

Freizeit- und Ferienkurse mit Minecraft

Mehrere private Anbieter im Raum Stuttgart veranstalten Ferienworkshops, in denen Minecraft zum Programmierenlernen genutzt wird. Zum Beispiel bietet Forscherfreunde e.V. Feriencamps wie „Minecraft-Zukunftslabor“ an, bei denen 10–14-Jährige im Minecraft-Java Edition eigene Welten bauen und dabei Technik, Redstone-Schaltungen und logisches Denken trainieren. Diese Camps sind nicht speziell auf Geflüchtete ausgerichtet, stehen aber allen Kindern offen (7).

Lernmobil Stuttgart – Bildung auf Rädern

Das Stuttgarter Lernmobil ist eine Initiative für mehr Bildungsgerechtigkeit, die von der Stadt Stuttgart und Partnerorganisationen ins Leben gerufen wurde. Ein umgebauter Bus fährt regelmäßig in verschiedene Stadtteile, insbesondere in Quartiere mit geringer Bildungsinfrastruktur oder zu Geflüchtetenunterkünften. Dort bietet er niederschwellige Lern- und Betreuungsangebote an – von Hausaufgabenhilfe über Leseförderung bis hin zu Mathe- und Medienprojekten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf allgemeiner Bildungsförderung und nicht auf der Vermittlung von IT- oder Programmierkenntnissen. Dennoch werden Kinder durch den Einsatz digitaler Lernmittel behutsam an neue Technologien herangeführt. Das Ziel ist es, Bildung direkt zu den Kindern zu bringen und so Teilhabe und Motivation zu fördern (11).

Fazit

Spezifische Programmierkurse nur für geflüchtete Kinder sind in Stuttgart selten – einerseits, weil viele Initiativen stattdessen auf integrative Bildungsformate setzen, die geflüchtete und einheimische Kinder gemeinsam fördern, andererseits, weil solche spezialisierten Programme meist ehrenamtlich organisiert und damit ressourcenabhängig sind. Aus diesem Grund gibt es inklusive Medien- und Codingprojekte, an denen auch junge Geflüchtete teilnehmen können. Initiativen wie die MoMO-Computerspielschule in Bad Cannstatt bieten wöchentlich spielerische Zugänge zu Coding und Game Design – hier wird sogar mit Minecraft-ähnlichen Welten (Minetest) gearbeitet. Sozialträger wie die AWO schaffen mit Kids Cube oder Lernraum geschützte Lern- und Spielräume in Unterkünften, wo digitale Bildung mit betreuter Freizeit verknüpft wird.

Daneben fördern Stiftungen und Ehrenamtlichen-Netzwerke vielfältige digitale Lernangebote für junge Migrant*innen, von einfachen PC-Kursen bis zu professionellen Programmier-Workshops. Diese Projekte laufen aktuell und tragen dazu bei, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche in Stuttgart digitale Kompetenzen erwerben und kreativ teilhaben können – auch wenn interaktive Lernumgebungen wie Minecraft/Minetest selbst dabei meist nur als eines von vielen Werkzeugen dient.

Ich besuche einmal pro Woche ein Flüchtlingsheim in Stuttgart, um Kinder und Jugendliche bei ihren Hausaufgaben zu unterstützen und ihnen mit Minecraft und EduBlocks.org spielerisch den Einstieg in die Welt des Programmierens zu ermöglichen. Jeder von uns kann etwas bewirken – sei es als Fachkraft, Ehrenamtliche*r oder einfach als Mensch, der bereit ist, seine Zeit und Erfahrung zu teilen. Wenn du Lust hast, dich einzubringen und junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu begleiten, freue ich mich über eine Nachricht unter andy.rytina@gmail.com

Der Artikel wurde größtenteils mit Unterstützung von ChatGPT erstellt.


Quellenverzeichnis

  1. ComputerSpielSchule Stuttgart.  URL: https://computerspielschule-stuttgart.de Ansprechpartner: Dejan Simonović und Ahmed Özcan.
  2. AWO Stuttgart. „Kids Cube – Empowerment & Medienkompetenz.“ URL: https://awo-stuttgart.de/migration/projekte-fuer-gefluechtete-kinder-und-jugendliche/awo-kids-cube  Träger: AWO Stuttgart, gefördert durch Bürgerstiftung Stuttgart und Mercedes-Benz. Ansprechpartner: Edith Robin / Athanasios Axiotidis (kidscube@awo-stuttgart.de).
  3. AWO Stuttgart. „Lernraum – Digitale Lernorte in Übergangswohnheimen.“ awo-stuttgart.de. https://awo-stuttgart.de/migration/projekte-fuer-gefluechtete-kinder-und-jugendliche/lernraum Standort-Beispiel: GU Stuttgart-Stammheim. Kontakt: Sophia Kästel.
  4. Evangelische Gesellschaft Stuttgart (eva). (https://www.eva-stuttgart.de/unsere-angebote/angebot/migration-angebote-und-unterstuetzung-finden) „Flüchtlinge für Flüchtlinge“ URL: https://refugees4refugees.org Ort: wechselnde Räume, z.B. Internationales Beratungszentrum der eva. Kontakt: über Plattform „Flüchtlinge für Flüchtlinge“. Ansprechpartner: Rex Osa.
  5. Ferry-Porsche-Stiftung. „Hacker School @ Stuttgart (Projektseite).“ https://ferry-porsche-stiftung.de/projekte/hacker-school-programmieren-lernen-fur-kinder-und-jugendliche
  6. Hacker School gGmbH. „Hacker School – Offizielle Website.“ URL: https://www.hacker-school.de
  7. Forscherfreunde e. V.. „Minecraft-Zukunftslabor (Feriencamp).“ forscherfreunde.de. https://forscherfreunde.de/das-minecraft-zukunftslabor-10-14-jahre
  8. Stadt Stuttgart. „Bildungsgerechtigkeit - Bildungsintegration“ https://www.stuttgart.de/leben/bildung/bildungsgerechtigkeit/bildungsintegration
  9. Mobile Medienschule Stuttgart Ost (MoMO) URL: https://medienschule-stuttgart.de. Ansprechpartner: Isabel Huber.
  10. Bürgerstiftung Stuttgart. Förderinitiative “Mittendrin” URL: https://www.buergerstiftung-stuttgart.de/die-projekte 
  11. Stadtbibliothek Stuttgart Schilling, Claudia: Das Stuttgarter Lernmobil – Bildung nimmt Fahrt auf! URL: https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/deliver/index/docId/18392/file/Lernmobil_Schilling.pdf Träger: Stadt Stuttgart, unterstützt durch Stuttgarter Bildungseinrichtungen und Ehrenamtliche.